Der 150 km lange RakaiaRiver[2] hat seinen Ursprung am östlichen Ende des Gletschersees des Lyell Glacier in den Neuseeländischen Alpen. Südlich bis südöstlich erheben sich die Gipfel der Jollie Range und nördlich des Entstehungsgebietes befindet sich der 2179m hohe Mount Kinkel mit den Gletschern Cookayne Glacier und St James Glacier im Hintergrund. Nach einer anfänglichen östlichen Ausrichtung des Flusses, schwenkt der RakaiaRiver südwestlich des Lake Coleridge in eine südöstlich Richtung ab, die er bis zur Mündung RakaiaLagoon und schließlich in den Pazifischen Ozean beibehält.[4]
Der RakaiaRiver gilt als einer der größten verflochtenen Flüsse in Neuseeland.[5] Er besitzt einen mittleren Abfluss von 203m³/s, einen über sieben Tage gemittelten Abfluss im Jahresminimum von 87m³/s[3] und breitet sich in weiten Teilen seines Flussverlaufes über ein breites Schotterbett aus. Lediglich zwischen der Mt Hutt Range im Westen einigen mittleren Bergen im Osten wird der Fluss vor seinem Eintritt in die Ebene der Canterbury Plains durch den RakaiaGorge auf rund 8Flusskilometer eingeengt.[4]
Als Nebenflüsse des RakaiaRiver gelten die linksseitigen Flüsse Mathias River, Wilberforce River und AcheronRiver. Rund 9 km ostnordöstlich von Methven wird dem RakaiaRiver über den RangitataDiversion Race, einem Kanal zwischen dem RangitataRiver und dem RakaiaRiver Wasser zugeführt.[6]
Verkehrsverbindungen
In den 1870er Jahren gab es Planungen, die Whitecliffs Branch-Nebenbahn durch den RakaiaGorge zu verlängern. Die Königliche Kommission für Bahntransport sprach sich 1880 zugunsten des Planes aus, er wurde jedoch nie umgesetzt. Im Jahre 1882 wurde eine Straßenbrücke am südlichen Ende der Schlucht eröffnet. Diese und die Überquerung bei der Kleinstadt Rakaia sind die einzigen Überquerungen des Flusses für Kraftfahrzeuge. Bei Rakaia befindet sich parallel zur Überquerung durch den New Zealand State Highway 1 noch die Eisenbahnbrücke über den Fluss. Beide sind mit einer Länge von 1750m die längsten Straßen- und Eisenbahnbrücken in Neuseeland.[7]
Flora und Fauna
Der Fluss ist für das Angeln auf Königslachse (Oncorhynchus tshawytscha) bekannt.[8] Er stellt auch den Lebensraum für 73% der Gesamtpopulation des in Neuseeland „Wrybill“ oder „Ngutuparore“ genannten Regenpfeifers (Anarhynchus frontalis) dar. Weitere Vogelarten sind die Schwarzstirn-Seeschwalbe (Chlidonias albostriatus) und der Doppelbandregenpfeifer (Charadrius bicinctus).[9]
Literatur
Matthew Morgan, Vince Bidwell, John Bright, Ian McIndoe, Christina Robb:Canterbury Strategic Water Study. Report No 4557/1. Hrsg.: Lincoln University. Lincoln August 2002 (englisch, Online[PDF; 6,5MB; abgerufen am 1.Dezember 2021]).
New Zealand Touring Atlas. 5. Auflage. Hema Maps, Brisbane 2015, ISBN 978-1-877302-92-3 (englisch).
Richard:Salmon on theRakaiaRiver.Scale-Tales,18.Juni 2007,archiviertvomOriginalam29.September 2007;abgerufen am 7.September 2014(englisch,Originalwebseite nicht mehr verfügbar).
Einzelnachweise
Koordinaten und Längenbestimmungen wurden mittels Google Earth Pro Version 7.3.4.8248 am 1.Dezember 2021 vorgenommen
RakaiaRiver Catchment.In:LAWA.Land Air WaterAotearoa,abgerufen am 1.Dezember 2021(englisch).
Canterbury Strategic Water Study. Report No 4557/1. August 2002, S.36.
K. Morland:Water Resources of the Canterbury Region. Unpublished Technical Report U94/59. Hrsg.: Canterbury Regional Council. 1994 (englisch).
New Zealand Touring Atlas. 2015, S.MAP51,MAP52,MAP62.
The Rakaia River.Selwyn District Council,archiviertvomOriginalam28.September 2007;abgerufen am 7.September 2014(englisch,Originalwebseite nicht mehr verfügbar).
I. F. West, R. H. Goode:Aerial counts of spawning chinook salmon (Oncorhynchus tshawytscha) on theRakaiaRiver system, Canterbury, New Zealand. Band21, Nr.4. New Zealand Journal of Marine and Freshwater Research, 1987, S.563–572, doi:10.1080/00288330.1987.9516260 (englisch).
Colin F. J O’Donnell:The significance of river and open water habitats for indigenous birds in Canterbury, New Zealand. Unpublished Report U00/37. Hrsg.: Environment Canterbury. Januar 2000 (englisch, Online[PDF; 6,1MB; abgerufen am 1.Dezember 2021]).
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