Das Kraftwerk Kiambere (englisch Kiambere power station) ist ein Laufwasserkraftwerk auf der Grenze zwischen den Countys Embu und Kitui in Kenia. Es ist am längsten Fluss Kenias, dem Tana gelegen.
| Kraftwerk Kiambere | ||
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Bild gesucht BW | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 0° 38′ 15″ S, 37° 54′ 21″ O-0.6375837.90575 | |
| Land | Kenia | |
| Ort | Countys Embu und Kitui | |
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| Kraftwerk | ||
| Eigentümer | Kenya Electricity Generating Company (KenGen) | |
| Betreiber | Tana River Development Authority (TARDA) | |
| Betriebsbeginn | 1988 | |
| Technik | ||
| Engpassleistung | 168 Megawatt | |
| Regelarbeitsvermögen | 621 bis 1.010 Millionen kWh/Jahr | |
| Turbinen | Francis-Turbinen 2 × 84 MW | |
| Sonstiges | ||
| Website | Kraftwerk Kiambere | |
| Stand | 2014 | |
Das Kraftwerk wurde 1988 in Betrieb genommen. Es ist im Besitz der Kenya Electricity Generating Company (KenGen), wird aber von der Tana River Development Authority (TARDA) betrieben.[1]
Das Absperrbauwerk besteht aus zwei Erdschüttdämmen: einem Hauptdamm mit einer Höhe von 100 (bzw. 110)[2] m und einer Länge der Dammkrone von ca. 1 km,[3] sowie einem weiteren Damm mit einer Höhe von 35 m, der einen nahegelegenen Geländeeinschnitt füllt. Das Volumen des Bauwerks umfasst ca. 8,5 Mio. m³.[2]
Der Staudamm verfügt sowohl über einen Grundablass als auch über eine Hochwasserentlastung. Über den Grundablass können maximal 80 m³/s abgeleitet werden, über die Hochwasserentlastung maximal 50 m³/s.[4] Das Bemessungshochwasser liegt bei 5.500 m³/s; die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieses Ereignisses wurde mit einmal in 10.000 Jahren bestimmt.[5]
Bei Vollstau fasst der Stausee rund 585 Mio. m³ Wasser.[3]
Die Wasserführung des Tana bei Kiambere schwankt: der Durchschnitt liegt bei 113 m³/s (basierend auf Aufzeichnungen, die von 1947 bis 1977 erstellt wurden), das Minimum bei 37 m³/s.[5]
Das Kraftwerk Kiambere ist mit einer installierten Leistung von 168 MW das zurzeit (Stand Feb. 2015) zweitgrößte Wasserkraftwerk in Kenia. Die durchschnittliche Jahreserzeugung schwankt mit der Wasserführung des Tana: sie lag im Jahre 2008 bei 621 Mio. kWh und im Jahre 2003 bei 1.010 Mio. kWh.[1]
Die beiden Francis-Turbinen[2] wurden 1988 (mit einer Leistung von jeweils 72 MW zum damaligen Zeitpunkt) in Betrieb genommen. Von 2007 bis 2008 erfolgte eine Leistungssteigerung auf 84 MW.[1] Sie befinden sich in einem unterirdischen Maschinenhaus,[2] das durch einen ca. 4 km langen Zuleitungstunnel mit dem Wassereinlass beim Staudamm verbunden ist.[4]
Die International Bank for Reconstruction and Development (IBRD) schätzte die Gesamtkosten des Projekts (inklusive einer 220-kV-Leitung mit 80 km Länge) im November 1983 auf 312 Mio. USD.[6]
Am 28. Juni 1984 gewährte die IBRD der Tana and Athi Rivers Development Authority einen Kredit in Höhe von 95 Mio. USD für die Errichtung des Kraftwerks. Der Zinssatz dafür betrug 10,08 %.[7]
Das Kraftwerk ist Teil einer Kette von fünf Wasserkraftwerken am Tana – Masinga, Kamburu, Gitaru, Kindaruma und Kiambere – die zusammen eine installierte Leistung von 599,2 MW haben. In den 1970er-Jahren wurden Machbarkeitsstudien für den Ausbau der Wasserkraft am Tana durchgeführt, die eine Kaskade von elf Kraftwerken vorsahen. Davon wurden aber bisher nur die obigen fünf realisiert.[8]