Das Kraftwerk Gitaru (englisch Gitaru power station) ist ein Laufwasserkraftwerk auf der Grenze zwischen den Countys Embu und Machakos in Kenia. Es ist am längsten Fluss Kenias, dem Tana, gelegen.
| Kraftwerk Gitaru | ||
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Bild gesucht BW | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 0° 47′ 48″ S, 37° 44′ 59″ O-0.79665537.74971 | |
| Land | Kenia | |
| Ort | Countys Embu und Machakos | |
| f1 | ||
| Kraftwerk | ||
| Eigentümer | Kenya Electricity Generating Company (KenGen) | |
| Betreiber | Tana River Development Authority (TARDA) | |
| Technik | ||
| Engpassleistung | 225 Megawatt | |
| Durchschnittliche Fallhöhe |
136 m | |
| Regelarbeitsvermögen | 655 bis 977 Millionen kWh/Jahr | |
| Turbinen | Francis-Turbinen 2 × 72,5 MW, 1 × 81,5 MW | |
| Sonstiges | ||
| Website | Kraftwerk Gitaru | |
| Stand | 2014 | |
Das Kraftwerk wurde 1978 in Betrieb genommen. Es ist im Besitz der Kenya Electricity Generating Company (KenGen), wird aber von der Tana River Development Authority (TARDA) betrieben.[1]
Das Absperrbauwerk besteht aus einem Staudamm mit einer Höhe von 30 m. Die Länge der Dammkrone beträgt 580 m.[2]
Der Staudamm verfügt über eine Hochwasserentlastung mit drei Toren, über die maximal 3.500 m³/s abgeleitet werden können. Das Bemessungshochwasser liegt bei 4.500 m³/s; die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieses Ereignisses wurde mit einmal in 10.000 Jahren bestimmt.[2]
Beim normalen Stauziel von 924 m (max. 925,5 m bei Hochwasser) fasst der Stausee rund 16 Mio. m³ Wasser.[2]
Die Wasserführung des Tana schwankt stark: der Durchschnitt liegt bei 94 m³/s, das Maximum bei 1.926 m³/s und das Minimum bei 17 m³/s (basierend auf Aufzeichnungen, die seit dem Jahre 1947 erstellt wurden). Es gibt zwei Regenzeiten: die erste dauert in der Regel von April bis Juni, die zweite von November bis Dezember.[2]
Das Kraftwerk Gitaru ist mit einer installierten Leistung von 225 MW das größte Wasserkraftwerk in Kenia.[3] Die durchschnittliche Jahreserzeugung schwankt mit der Wasserführung des Tana: sie lag im Jahre 2008 bei 655 Mio. kWh und im Jahre 2007 bei 977 Mio. kWh.[1]
Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) schätzte die durchschnittliche Jahreserzeugung vor Errichtung des Kraftwerks auf 900 Mio. kWh,[2] wobei aber zu berücksichtigen ist, dass zu diesem Zeitpunkt das Kraftwerk Masinga mit seinem Speichersee noch nicht errichtet war.
Die ersten beiden Francis-Turbinen[2] mit einer Leistung von 72,5 MW wurden 1978 in Betrieb genommen, die dritte mit einer Leistung von 81,5 MW im Jahre 1999.[1] Sie befinden sich in einem unterirdischen Maschinenhaus (L×B×H: 74×18×32 m).[2]
Die maximale Fallhöhe beträgt 136 m.[2]
Die IBRD schätzte die Gesamtkosten des Projekts (inklusive einer 275-kV-Leitung mit 111 km Länge nach Nairobi und einer 132-kV-Leitung mit acht Kilometern Länge zum Kraftwerk Kamburu) im Mai 1975 auf 123,578 Mio. USD.[4]
Am 25. Juli 1975 gewährte die IBRD der Tana River Development Company Limited einen Kredit in Höhe von 63 Mio. USD für die Errichtung des Kraftwerks. Der Zinssatz dafür betrug 8,5 %.[5]
Das Kraftwerk ist Teil einer Kette von fünf Wasserkraftwerken am Tana – Masinga, Kamburu, Gitaru, Kindaruma und Kiambere – die zusammen eine installierte Leistung von 567 MW haben. In den 1970er-Jahren wurden Machbarkeitsstudien für den Ausbau der Wasserkraft am Tana durchgeführt, die eine Kaskade von elf Kraftwerken vorsahen. Davon wurden aber bisher nur die obigen fünf realisiert.[6]