Zusammenfluss dreier Quellbäche unterhalb San Giovanni al Timavo 45°47′11″N, 13°35′14″O45.786253213.5872782
Mündung
in eine Bucht des Golfs von Triest45.78003413.5810998 45°46′48″N, 13°34′52″O45.78003413.5810998
Länge
2km
Geographie
Eine der drei Quellen des Timavo
Er entspringt unterhalb des zwischen Monfalcone und Duino gelegenen Ortes San Giovanni al Timavo aus vier[1] großen Karstquellen, und mündet, nachdem er sich nach der Hälfte des Weges mit dem Canale Locavez vereinigt hat, als Foce delTimavo in den Golfo di Panzano, eine Bucht des Golfs von Triest.
Mit 2km Länge gilt der Timavo als einer der kürzesten Flüsse der Welt.[2] Dies ist jedoch nur scheinbar so. Denn der Timavo fließt bis Škocjan in Slowenien als Reka gut 50Kilometer oberirdisch, und durch die Höhlen von Škocjan, ein UNESCO-Welterbe, 35Kilometer unterirdisch durch das Karstgebiet. Der unterirdische Verlauf ist, ab einem Höhlensee in 160m Tiefe, weitgehend unbekannt. Wassermessungen zeigen, dass es weitere unterirdische Zuflüsse vom Karst (Kras, Carso) gibt, es könnte aber auch Rekawasser direkter zum Mittelmeer gehen.
Geschichte
San Giovanni al Timavo war zu römischer Zeit ein berühmter Ort. Hier lag früher der Hafen Lacus Timavi. Schon der römische Dichter Vergil hat den Timavo beschrieben. Dies ist der Ort, an dem die Argonauten des Jason und die Gefährten des Aeneas auf ihrer Flucht von Troja gelandet sein sollen. Hier sollen auch nach der Sintflut die ersten Überlebenden gelandet sein, worauf ihnen einer der vier Engel, die mit ihrer Trompete das jüngste Gericht verkünden, erschien.[3] Auch in der Tabula Peutingeriana sind die Fontes Timavi verzeichnet.
Im Quellbereich ließ der Consul Sempronius Tuditanus die tabula triumphalis sowie eine Statue aufstellen, um an seinen Sieg 129v.Chr. in Aquileia zu erinnern, mit folgender Inschrift: [ac(?) per(?) ma]re(?) rt Tauriscos.C[arnosque---]/[in montib]us coactos m[ (ca. 10 Buchst.) ac(?) Iapudes]/[diebus te]r quineis qua[ter ibei super]avit [sueis]/[fausteis] signeis consi[lieis Semproni]os Tudita|nus. /[Ita Roma]e egit triumpu[m aedemque] dedit Tim|avo /[(ca. 9 Buchst.)]ria ei restitu[it ac magist]reis tradi|t.[4]
Siehe auch
Liste von Karstquellen
Literatur
Hans Hofmann-Montanus:Die Welt ohne Licht. Josef Habbel, Regensburg 1952.
C. Cicuta:Il Timavo. In: SOTTO IL CARSO. Anno II, N°2. Gorizia 1982, S.24–45.
G. Crevatin, A. Fabbricatore, P. Guglia:The Timavo Project. In: UIS-Cave Diving. Nr.4, 1992, S.10ff.
Weblinks
Commons: Timavo– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Timavo misterioso: scoperta a Duino la quarta “bocca” - Cronaca - Il Piccolo. In: Il Piccolo. 13.November 2012 (gelocal.it[abgerufen am 13.Oktober 2017]).
Der kürzeste Fluss der Welt ist nach den meisten Angaben der Roe River bei Great Falls in Montana (USA) mit einer Länge von 61 Metern.
Verborgene Schätze in Friaul Julisch Venetien (Hrsg. Mariagrazia Santoro und Norma Zamparo - 2009), S. 252.
Renate Lafer, Karl Strobel: Antike Lebenswelten: Althistorische und papyrologische Studien. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2015, ISBN 978-3-11-038683-7, S. 111.
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