Der Piz Bleis Marscha (rätoromanisch im Idiom Surmiran bleis für ‚steile Grashalde, grasbewachsener Steilhang‘[1] und marscha feminin zu lateinischmarcidus für ‚faul‘[2]) ist ein Berg südwestlich von Bergün und südöstlich von Savognin im Kanton Graubünden in der Schweiz mit einer Höhe von 3127mü.M.
Piz Bleis Marscha
Bleis Marscha, Piz da Peder Bucs und Piz da l’Antgierna da Salteras (v.l.)
Der Piz Bleis Marscha ist Namensgeber und höchster Gipfel der Gruppe Bleis Marscha, einer Untergruppe der Albula-Alpen. Über dem Gipfel verläuft die Gemeindegrenze zwischen Surses und Bergün Filisur. Der Piz Bleis Marscha wird im Westen durch die Val d’Err, einem Seitental des Oberhalbsteins, im Nordosten durch die Val Tschitta und im Südosten durch die Val Mulix, beides Seitentäler des Albulatals, eingefasst.
Zu seinen Nachbargipfeln gehören im Norden der Piz da Peder Bucs (3001m), der Piz da l'Antgierna da Salteras (2981m), der Piz Salteras (3110m) und der Piz Ela (3339m), im Nordwesten das Corn da Tinizong (3173m) und der Piz Mitgel (3157m), im Süden der Piz Laviner (3136m) und im Südwesten der Piz Jenatsch (3249m), der Piz d’Err (3377m) und der Piz Calderas (3397m).
Der am weitesten entfernte sichtbare Punkt ist das Matterhorn (4478m) in den Walliser Alpen. Es ist 172km vom Piz Bleis Marscha entfernt.[3].
Talorte sind Preda und Tinizong, häufiger Ausgangspunkt ist Naz.
Routen zum Gipfel
Das eidgenössische Jagdbanngebiet Piz Ela ist unbedingt zu respektieren. Schneesportarten ausserhalb markierter Routen sind verboten, Hunde sind an der Leine zu führen. Zudem ist der Betrieb von Drohnen und das freie Zelten und Campieren verboten.[4]
Sommerrouten
Über den Nordwestgrat
Ausgangspunkt: Naz (1746m) oder Alp d’Err (2178m)
Via: P.2891, Piz da l’Antgierna da Salteras (2981m) und Piz da Peder Bucs (3001m)
Schwierigkeit: WS
Zeitaufwand: 8 Stunden
Über den Ostgrat
Ausgangspunkt: Naz (1746m)
Via: P.2789
Schwierigkeit: WS
Zeitaufwand: 5 Stunden
Durch die Südwand
Ausgangspunkt: Naz (1746m)
Via: Val Mulix
Schwierigkeit: WS
Zeitaufwand: 4½ Stunden
Über den Westgrat
Ausgangspunkt: Tinizong (1232m)
Via: Alp d’Err (2178m), P.2801
Schwierigkeit: L
Zeitaufwand: 7½ von Tinizong, 4 Stunden von der Alp d’Err
Durch die Nordwestwand
Ausgangspunkt: Tinizong (1232m)
Via: Alp d’Err (2178m)
Schwierigkeit: L
Zeitaufwand: 7½ von Tinizong, 4 Stunden von der Alp d’Err
Bemerkung: Bequem bei guten Schneeverhältnissen, sehr mühsam bei Ausaperung
Winterrouten
Von Naz
Ausgangspunkt: Naz (1746m)
Via: Val Mulix
Expositionen: E, N, S
Schwierigkeit: ZS+
Zeitaufwand: 4½ Stunden
Nordabfahrt ins Val Tschitta nach Naz
Schöne Abfahrtvariante, die sichere Schnee- und Sichtverhältnisse verlangt.
Ziel: Naz (1746m)
Via: P.2954, P.2789, Val Tschitta
Expositionen: N, E
Schwierigkeit: ZS+
Abfahrt nach Nordwest-Couloir nach Tinizong
Eindrucksvolle Steilabfahrt ins Val d’Err, nur bei sicheren Verhältnissen (Gipfelcouloir 40–45 Grad auf 350 Höhenmeter).
Ziel: Tinizong (1232m)
Via: Von der Westschulter direkt durch das Nordwest-Couloir in den Kessel im Westen des Piz da Peder Bucs
Expositionen: NW, E
Schwierigkeit: S
Alternative: via Fuorcla Mulix
Panorama
360°-Panorama vom Piz Bleis Marscha
Galerie
Die Bleis Marscha-Gruppe befindet sich zwischen den Bergüner Stöcken (links) und der Err-Gruppe (rechts).
Blick vom Oberhalbstein vom Piz Ela bis zum Piz d’Err, dazwischen die Gruppe Bleis Marscha mit Piz Val Lunga, Piz Salteras, Piz da l'Antgierna da Salteras, Piz da Peder Bucs und Piz Bleis Marscha (v.l.).
Piz Bleis Marscha von Norden, aufgenommen vom Piz Salteras.
Literatur
Eugen Wenzel, Paul Gross:Clubführer, Bündner Alpen. 2. Auflage. Band6: Albula. Verlag des SAC, Zollikon-Zürich 1980, ISBN 3-85902-012-9, S.112–114.
Vital Eggenberger:Skitouren Graubünden Süd. Verlag des SAC, 2010, ISBN 978-3-85902-301-7, S.122–123.
Landeskarte der Schweiz, Blatt 1236 Savognin, 1:25'000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 2015.
Andrea Schorta:Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S.68.
Andrea Schorta:Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S.102.
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