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Das Mangfallgebirge ist der östlichste Teil der Bayerischen Voralpen, die zu den Nördlichen Kalkalpen gehören. Namensgebend ist die Mangfall, die mit ihren Zuflüssen Rottach, Weißach, Schlierach und Leitzach große Teile des Gebiets entwässert und ein wichtiges Trinkwasserreservoir für München bildet.

Mangfallgebirge
Der Gipfel des Hirschbergs, im Hintergrund die Kampen, Tegernseer Berge
Der Gipfel des Hirschbergs, im Hintergrund die Kampen, Tegernseer Berge

Der Gipfel des Hirschbergs, im Hintergrund die Kampen, Tegernseer Berge

Höchster Gipfel Hinteres Sonnwendjoch (1986 m ü. A.)
Lage Bayern (Deutschland)/Tirol (Österreich)
Teil der Bayerischen Voralpen (AVE)
Bayerischen Alpen (SOIUSA)
Einteilung nach SOIUSA: 22.V
Mangfallgebirge (Bayern)
Mangfallgebirge (Bayern)
Koordinaten 47° 36′ N, 11° 52′ O
Fläche 752,40 km²
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Geographie



Geographische Lage


Die Gebirgsregion ist im Westen durch das Isartal, im Osten durch das Inntal und im Süden durch die Brandenberger Alpen (den Rofan) begrenzt. Nördlich des Mangfallgebirges schließt sich das Alpenvorland an. Das Gebiet hat eine Fläche von 752,40 km².[1]

Das Mangfallgebirge wird in die Tegernseer Berge (von der Isar bis zur Linie TegernseeRottachWeiße Valepp), Schlierseer Berge (bis zum Leitzachtal) und die Wendelsteingruppe (zwischen Leitzachtal, Ursprungtal und Inntal) unterteilt.

Der Schwerpunkt liegt im Landkreis Miesbach. Im Westen haben die Gemeinden Lenggries und Gaißach im Landkreis Bad Tölz einen Anteil am Mangfallgebirge. Im Osten hat der Landkreis Rosenheim einen Anteil.


Gipfel


Der höchste Gipfel des Mangfallgebirges ist das in Tirol gelegene, 1986 m ü. A. hohe Hintere Sonnwendjoch. Der höchste Gipfel auf bayerischem Gebiet ist die Rotwand mit 1884 m ü. NHN, einer der beliebtesten Hausberge der Münchner zu jeder Jahreszeit. Der Wendelstein liegt wenige Kilometer weiter nordöstlich der Rotwand, ist jedoch von ihr durch das Leitzachtal getrennt. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Brünnstein. Beliebte Klettergipfel sind die Ruchenköpfe, Roß- und Buchstein und der Plankenstein.

Nachstehend sind die Gipfel des Mangfallgebirges sortiert nach Höhe in Metern (m) über Normalhöhennull (NHN):


Seen


Wie die Alpen insgesamt, wurde auch das Mangfallgebirge stark durch die letzte Eiszeit (Würm-Kaltzeit) geprägt. Es entstanden Seen, wie der Tegernsee oder der Schliersee, und die typischen U-Täler durch Gletscher.

Mangfallgebirge – Blick vom Wallberg in Richtung Ost-Nordost bis Südost: Chiemsee (links im Hintergrund), Tal der Weißen Valepp (mittig), Schinder (rechts)

Erschließung


Das Mangfallgebirge gehört zu den am längsten genutzten Teilen der bayerischen Alpen. Im Umfeld der Rotwand wurden die ältesten menschlichen Artefakte des deutschen Alpenraums gefunden. Auf dem Sattel zwischen Tanzeck und Rauhkopf nördlich der Rotwand wurden zwei Steingeräte, unmittelbar östlich des Soinsees ein weiteres als Lesefund entdeckt. Zwei der Abschläge sind aus Radiolarit, einer ist aus Feuerstein, alle werden in das Beuronien, die älteste Phase der Mittelsteinzeit datiert. Weitere Funde aus der gleichen Zeitstellung sind auf österreichischer Seite nahe dem Hinteren Sonnwendjoch und auf beiden Ufern des Achensees bekannt.[2]


Skigebiete


Im Mangfallgebirge befinden sich mit dem Sudelfeld und dem Spitzingsee zwei der bedeutendsten deutschen Skigebiete. Weitere Skigebiete befinden sich am Wendelstein, bei Oberaudorf am Hocheck und am Hirschberg bei Kreuth.


Hütten


Das Mangfallgebirge ist mit einem dichten Hüttennetz erschlossen. Nachstehend sind Berghütten mit Übernachtungsmöglichkeit aufgeführt:


Siehe auch




Commons: Mangfallgebirge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Mangfallgebirge – Reiseführer

Einzelnachweise


  1. Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands, Erste Lieferung. Hrsg. im Auftrag der Bundesanstalt für Landeskunde und des Zentralausschusses für deutsche Landeskunde von E. Meynen und J. Schmithüsen, Remagen 1953, S. 72
  2. Peter Wischenbarth: Erste mittelsteinzeitliche Funde im Mangfallgebirge (Oberbayern). In: Bayerische Vorgeschichtsblätter, Jahrgang 66, 2001, Seiten 157–159

На других языках


- [de] Mangfallgebirge

[en] Mangfall Mountains

The Mangfall Mountains (German: Mangfallgebirge), or sometimes Mangfall Alps, are the easternmost part of the Bavarian Prealps that, in turn, belong to the Northern Limestone Alps. The name comes from the river Mangfall, whose tributaries, the Rottach, Weißach, Schlierach and Leitzach, drain large parts of the area and form an important drinking water reservoir for the city of Munich.

[it] Alpi del Mangfall

Le Alpi del Mangfall (in tedesco Mangfallgebirge) sono una sottosezione delle Alpi Bavaresi.



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